Veröffentlicht am 08.07.2010, 08:20 Uhr     Druckversion
Die Entscheidung für den Verkauf der Versorgungsnetze war falsch!!

Die SPD-Ratsherren Bernd Delfs und Claus-Rudolf Johna bedauern die Entscheidung der Ratsversammlung.
Die SPD-Fraktion hat einen Antrag gestellt, dass die Versorgungsnetze (Strom-und Gasnetze) der Stadtwerke Neumünster nicht an einen landesweiten Netzbetreiber unter der Führung der E.ON-Hanse verkauft wird. Der Antrag wurde von der Ratsversammlung mit Stimmen der CDU/FDP und Grünen abgelehnt. Bedauerlich ist, dass sich CDU und FDP nicht an der Debatte beteiligten.
Die SPD ist der Meinung, dass der Verkauf der Versorgungsnetze eine falsche Entscheidung war. Wer Eigentümer der Netze ist, hat die (Entscheidungs-)Macht. Der Netzbetreiber entscheidet, wo Leitungen verlegt werden und wie diese instand gehalten werden.
Die Netze gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge und es ist davon auszugehen, dass sich diese Entscheidung auch für die Strom- und Gaskunden negativ auswirkt (steigende Kosten).
Finanziell lohnt sich diese Entscheidung auch für die Stadt Neumünster nicht, denn die Kunden können sich nicht die Netzbetreiber aussuchen, aber sehr wohl den Stromlieferanten.
Mit der Entscheidung der Ratsversammlung wurde das gewinnbringende Netz privatisiert und die Stromproduktion vollständig der Stadt Neumünster zurückgegeben. Damit ist fraglich, ob die Stadtwerke Neumünster -ohne ihre Netze- sich weiterhin gegen die großen Stromproduzenten behaupten können.
Die CDU/FDP und Grüne entscheiden nach dem Motto:

Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen.

Homepage: SPD Neumünster-Süd